Liebe, Jazz und Übermut - 125 Jahre Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys
(c) Katharina John

Liebe, Jazz und Übermut – 125 Jahre Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys

„Liebe, Jazz und Übermut“ steht sinnbildlich für die lange, erfolgreiche Wegstrecke, die Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys zurückgelegt haben und die sie in der Geschichte der populären Musik einzigartig macht.
Was 1895 mit dem „Erotic Rag“ begann und sich 1937 mit Schlagern wie „Ich bin nur verliebt, wenn's regnet“ erfolgreich fortsetzte, ist schließlich mit „Mississippi Mud“ beim Jazz und mit „Anything goes“ und „Chattanooga choo choo“ beim Swing angekommen. Dazwischen lag eine irrlichternde Drogenphase, in der die Kapelle die künstlichen Paradiese besang und mit Liedern wie „Morphium“ und „Opiumrausch“ in der musikalischen Besinnungslosigkeit versank. Eines aber blieb zu jedem Zeitpunkt dieser an Überraschungen so reichen Karriere immer vorhanden: ein hohes Maß an Übermut, der jedoch nie zur bloßen Albernheit verkam. Nach wie vor steht die Formation wie ein Fels in der Brandung des wechselnden Geschmacks, denn diese vier alterslosen Musiker garantieren gleichbleibende Qualität auf höchstem Niveau und gewähren dem Publikum so die kostbare Illusion der Permanenz.
Verwechseln Sie „Liebe, Jazz und Übermut“ nicht mit dem gleichnamigen Film von 1957 mit Peter Alexander in der Hauptrolle, der eigentlich „Küsse, Twist und Kissenschlacht“ heißen sollte und widerrechtlich umbenannt wurde. Nach einem Prozess gegen die Berliner CCC-Film GmbH wegen Diebstahl geistigen Eigentums, der sich bis 1959 hinzog, verzichteten die Rhythmus Boys schließlich auf weitere rechtliche Schritte.

 
 

Besetzung (am 07.09.2020)

Gesang, Klavier, Akkordeon Ulrich Tukur
Gitarre, Ukulele, Gesang Ulrich Mayer
Kontrabass, Gesang, Tanz Günter Märtens
Schlagzeug, Gesang, Imitationen, Tanz Kalle Mews

Termine

Mo
20:00
Premiere
Di
20:00
Sonderveranstaltung