Tonio Arango
Produktionen
Seine Mutter erzählte ihm unlängst die folgende – vollkommen wahre – Geschichte: Tonio Arango, 1963 geboren, wusste schon als Siebenjähriger genau, was er später einmal sein wolle. Die Antwort kam schnell und duldete keinerlei Widerspruch: „Dracula!“ 56 Jahre später hat er sich diesen Wunsch mit „Dracula – Blutige Anfänger“ an der Komödie am Kurfürstendamm erfüllt.
Dazwischen lagen das Abitur in Berlin Wilmersdorf, das Studium der Darstellenden Kunst am Max Reinhardt Seminar in Wien (1986–1990) und – wie er selbst sagt – eine ganze Menge Glück: Direkt nach dem Studium arbeitete er mit Luc Bondy und Peter Stein an der Schaubühne Berlin, mit David Mouchtar-Samurai und Werner Schroeter in Düsseldorf sowie Niklaus Helbling in Köln, Bochum und Zürich. Mitte der 1990er-Jahre folgten Engagements in Film und Fernsehen, u. a. in „Opernball“, „Sophie – Sissis kleine Schwester“, „Die Flucht“, mehreren „Tatort“-Folgen und „Die Unberührbare“. Zuletzt saß er 2025 für Wes Andersons „The Phoenician Scheme“ zwei Tage lang auf einem Kamel.
2008 traf Tonio Arango in Köln auf seinen treuesten und langjährigsten Regisseur: Torsten Fischer. Dieser nahm ihn mit nach Wien, ans Volkstheater und das Theater in der Josefstadt. Wien ist seit seiner Studienzeit seine zweite Heimat. Wo die erste ist? „Vielleicht in Transsylvanien“, lacht er und fügt hinzu: „Nicht unerwähnt bleiben darf Folke Braband, der mich als ‚Fürst der Finsternis‘ ins Gespräch brachte. Danke.“