Juli Zeh

…wurde 1974 in Bonn geboren. Sie absolvierte ein Jurastudium in Passau, Krakau, New York und Leipzig und teilweise zeitgleich ein Schreibstudium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und promovierte zu einem völkerrechtlichen Thema. 2001 legte sie mit „Adler und Engel“ ihren ersten Roman vor; er wurde in 31 Sprachen übersetzt. Es folgten das Reisetagebuch „Die Stille ist ein Geräusch“ (2001, nach einer Reise nach Bosnien und Herzegowina), die Romane „Spieltrieb“ (2004, auch verfilmt) und „Schilf“ (2007) und das Theaterstück „Corpus Delicti“ (2007; als Roman „Corpus Delicti: Ein Prozess“ 2009). 2009 erschienen ihr Theaterstück „Der Kaktus“ und ihre Polemik „Angriff auf die Freiheit. Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau der bürgerlichen Rechte“ (gemeinsam mit Ilija Trojanow); 2010 wurde sie im Dokumentarfilm „Amok – Anatomie des Unfassbaren“ als Gesprächspartnerin befragt; 2011 kam das Theaterstück „203“ heraus. Seither erschienen der Roman „Nullzeit“ (2012), das Theaterstück „Mutti“ (2014) und die Romane „Unterleuten“ (2016), „Leere Herzen“ (2017) und „Neujahr“ (2018). Viele ihrer Romane wurden auch für die Bühne bearbeitet und inszeniert. Sie setzen sich, nicht selten mit einem Krimiplot im erzählerischen Zentrum, in spannungsvollen Figurengeschichten kritisch mit drängenden gesellschaftspolitischen Fragestellungen auseinander. Juli Zeh wurde für ihre literarischen Werke vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Carl-Amery-Literaturpreis, dem Thomas-Mann-Preis, dem Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik sowie mit verschiedenen Poetik-Dozenturen, zuletzt 2017 mit dem Literaturpreis der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt. Neben ihrer Arbeit als Roman- und Bühnenautorin ist Juli Zeh auch journalistisch tätig. Sie verfasste u. a. Essays für Die Zeit, die FAZ und den SPIEGEL. Sie schrieb auch Kinderbücher, darunter das 2015 erschienene „Jetzt bestimme ich, ich, ich!“ (mit Dunja Schnabel), das anhand einer witzigen Familiengeschichte Kinder spielerisch in die Grundlagen der Demokratie einführt. Seit 2009 lebt Juli Zeh in einem Dorf in Brandenburg.
Die Uraufführung von „Unterleuten“ kam im November 2017 am Deutschen Nationaltheater Weimar heraus. Das Hans Otto Theater hat eine eigene Fassung erarbeitet. Premiere war im Februar 2018.

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