Harald Thor

Der gebürtige Salzburger schloss 1982 am dortigen Mozarteum seine Ausbildung zum Bühnen- und Kostümbildner mit Auszeichnung ab.

Nach seinem ersten Engagement als Ausstatter und Graphiker am Landestheater in Coburg kam er 1984 an die Staatsoper München, wo er ab 1986 die Ausstattungsleitung übernahm.

Nach einer Zusammenarbeit mit August Everding holte der Gründungspräsident der Theaterakademie den Bühnenbildner 1999 als Ausstattungsleiter und Dozent für Bühnenbild an die Bayerische Theaterakademie.

Neben zahlreichen Bühnenbildern im Prinzregententheater in München entwarf er weiterhin Ausstattungen für Theater u. a. in Berlin, Wien, Moskau und Seoul.

Seit der Spielzeit 2001 ist er als selbstständiger Ausstatter tätig und entwirft für Schauspielproduktionen in erster Linie Bühnenbilder und Kostüme für den Regisseur Andreas Kriegenburg. Es entstanden gemeinsame Produktionen u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Schauspielhaus Zürich und am Burgtheater in Wien, wo er für sein Bühnenbild zu „Wassa Schelesnowa“ 2016 den begehrten österreichischen Theaterpreis „Nestroy“ erhielt.

Thor ist vor allem als Bühnenbildner für Musiktheaterproduktionen tätig und arbeitet mit vielen hochrangigen Regisseuren u. a. für die Opernhäuser in Berlin, Dresden, Tokio und München. Dort entwarf er 2014 für die Bayerische Staatsoper das Bühnenbild für „Die Soldaten“, für das er 2015 den renommierten „Faust“ Theaterpreis erhielt. Auch für die Münchner Oper war er als Bühnenbildner tätig: 2008 für „Wozzeck“, 2012 für Wagners „Der Ring des Nibelungen“ und 2013 für Verdis „Rigoletto“.

Er ist auch als Scenic Art Supervisor für Walt Disney Productions und als Architekt von Konzertsälen und Ausstellungen tätig.

Mit Tobias Wellemeyer verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit.

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