Der Theaterdirektor

Martin Woelffer

„Mein Großvater und mein Vater waren hier in der Komödie schon zu Hause. Ich kann sagen, dass ich hier aufgewachsen bin. Das hier war schon mein Wohn- und auch mein Arbeitszimmer“, erzählt  Theaterdirektor Martin Woelffer. Hier hat er seine ersten Stücke gesehen: mit Rudolf Platte, Georg Thomalla, Günter Pfitzmann oder Harald Juhnke. Die kennt er natürlich auch von zu Hause.

Nachdem er erste Inszenierungen am kleinen magazin Theater realisiert hatte und als Regisseur in Städten wie Heilbronn und Kaiserslautern gearbeitet hatte, wagte er sich 1994 an seine erste Produktion an der Komödie: „Bindung 6. Grades“ mit Ursela Monn, Pierre Sanoussi Bliss und Horst Schultheiss in den Hauptrollen. 16 Personen zählte das Ensemble. „Das Stück war seiner Zeit voraus“, erinnert er sich. „Für damalige Verhältnisse war es für uns zu modern. Es kam direkt aus New York, spielte mit der Idee von Wahrheit und Unwahrheit und übte Kritik an reichen Upper-Class-Leuten. Das Publikum war irritiert und auch ein bisschen ratlos."

Besonders spannend ist die Entstehungsgeschichte von „Veronika, der Lenz ist da“ im Jahr 1999. Bis kurz vor der Premiere gab es keinen nennenswerten Vorverkauf für die Produktion. Bis zur letzten Sekunde hatten Woelffer und seine Mitstreiter an dem Stück gefeilt. Am Abend der Premiere gab es Blitzeis. Und dann: Ein rauschender Erfolg. Einen Tag später standen die Menschen rund um den Block nach Karten an.

Für den Theaterdirektor ist die Komödie am Kurfürstendamm ein Spiegel der Geschichte Berlins. Viele Politiker, die Rang und Namen hatten, waren hier zu Gast. Der Zweite Weltkrieg, die Teilung Berlins, der Mauerfall: All das geschah, seit der Eröffnung der Bühne. „Genau das macht den Geist aus“, findet Martin Woelffer, „dass das Haus nicht totzukriegen ist.“ „Ich hab das Gefühl, dass ich noch ein paar Jahre hier sein werde“, lacht er.

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Komödie am Kurfürstendamm im Schillertheater
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