„´Old School´ Berlin“

Polly Matthies

... ist Kostümbildnerin und seit dem 16. Lebensjahr mit Martin Woelffer befreundet. Rückblickend findet sie: „Meine schönste Arbeit war sicher der Entwurf der Kostüme zu ´Veronika, der Lenz ist da´. Das war ja eine Uraufführung und es war schön, das alles in seiner Form zu erfinden: Die Entwicklung, die das Sextett macht. Besonders interessant war, dass ja das Ensemble, mit dem Martin Woeffer damals die Inszenierung erarbeitet hat, mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatte, wie die die echten Comedian Harmonists. Die Darsteller haben bemerkt, dass das nicht einfach nur ein musikbasiertes Theaterstück ist, wo man genügend üben muss und dann kann man die Songs irgendwann, sondern dass es auf das Miteinander und das Gruppengefühl unheimlich ankam. Die Premiere war magisch. Das war ganz toll. Das Schöne an der Inszenierung war auch, dass da ganz andere Leute reingegangen sind als sonst.“
Dramatisch findet die Kostümbildnerin das Auf und Ab mit dem Martin Woelffer in den letzten 10 Jahren zu kämpfen hatte. „Ich finde es toll, dass es bisher nicht gelungen ist, die Theater abzureißen, sondern, dass es da viel Widerstand gab. Das ist auch für Berlin toll“, unterstreicht sie. Außerdem liebt sie an dem Haus, „dass es ´Old School´ Berlin ist. Hier trifft man Leute bei Premieren, die man nirgendwo anders mehr trifft. Die sind in dem heutigen Berlin etwas ins Hintertreffen geraten, sind aber sehr sehr Berlin. Bei einer der letzten Premieren habe ich mich mit einer Frau im kamelhaarfarbenen Kaschmirmantel unterhalten, die ein Wiener Würstchen aß. Das ist für mich Berlin“, freut sie sich.

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