Das Urgestein

Hannelore Behrendt

„Es fing alles damit an, dass meine Patentante im Jahr 1957 meine Mutter hierher geschleppt hat – zum Arbeiten“, erzählt Hannelore Behrendt, „wir wohnten am Savignyplatz und da war es hierher nicht weit. Als ich dann 15 war, nahm meine Mama mich mit in die Komödie. Damals hatte ich meine Einsegnung, bin in dem Einsegnungskleid hierhergekommen und habe ein bisschen Geld von den Kolleginnen meiner Mutter zugesteckt bekommen. Dann haben mich die Damen, die damals Programme verkauft haben, gefragt, ob ich nicht Lust habe vorbei zu kommen und sie zu vertreten, wenn ich Langeweile habe. Das hab ich gemacht. Damals gab es pro Abend sieben DMark. Von dem Geld, was ich hier verdiente, habe ich mir eine goldene Uhr zusammengespart. Später habe ich hier meinen Mann kennengelernt. Er hat in der Requisite gearbeitet und seinen Vater vertreten. Seit 1967 bin ich hier festangestellt. Meine Mutter hatte am selben Tag Geburtstag wie Harald Juhnke. Mit ihm hat meine Mutter ihren ersten Whiskey getrunken, der ihr aber gar nicht geschmeckt hat. Sie mochte lieber Likör“, lacht sie.

Zurück