Sie kann’s nicht lassen – und das ist auch gut so. Anita Kupsch betritt die Bühne, zwinkert ins Publikum, und schon quietscht, kreischt, schreit es von unten. Wie gut, dass Achim Wolff dem blonden Quirl in jeder Hinsicht das Wasser reichen kann.
Am Kudamm-Theater finden sie in „Geschichten von Mama und Papa“ als hypochondrische Alte zu neuem Lebens- und Liebesmut. In Alfonso Pasos Stück fallen zudem so viele Wahrheiten über undankbare Kinder und fitte Eltern, dass das Publikum „Jawoll“ ruft. Wolfgang Spier, mit fast 87 der Nestor des Kudamms, hat die Posse temporeich in Szene gesetzt und gibt auch als Arzt den Spielführer auch auf der Bühne.

Geschichten von Mama und Papa
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Geschichten von Mama und Papa
Alter schützt vor Liebe nicht …
Martina Kaden, BZ, 04.09.2007
Der allzeit alterslose Spier bewährt sich nicht nur in dieser Heilungsgeschichte als Dr. Juan G. Rodriguez. Er hat dem ebenfalls schon etwas betagten Stück des Spaniers Alfonso Paso ein paar textliche Frischzellen verabreicht und führt auch gleich noch pointensichere Regie. [...] Wer hätte aber auch nicht gerne Anita Kupsch als Patientin! Sie leidet herzerbärmlich und traktiert die lieblose Tochter. Ihr sprüht die List aus beiden Augen. Bei Achim Wolff kann man sich, als Zuschauer, gar nicht entscheiden, ob man ihn lieber als hinfälligen Alten oder als taufrischen Lover sieht. Man amüsiert sich über beide.
Peter Hans Göpfert, Berliner Morgenpost, 04.09.2007
Wolfgang Spier inszenierte im Theater am Kurfürstendamm die „Geschichten von Mama und Papa“ von Alfonso Paso, am Sonntag war Premiere. Die flott-fröhliche Komödie ist perfekt zugeschnitten [...]. Spier spielt außerdem den Doktor, der vermeintlich todkranken Alten Placebos verabreicht. Zwischendurch wendet er sich immer wieder an die Zuschauer, um sie elegant und selbstironisch durch die Geschichte zu führen. [...]
Anita Kupsch und Achim Wolff verwandeln sich geschmeidig von zwei todgeweihten Senioren in ein fesches Liebespaar, dem die Herzen der Zuschauer ungebremst zufliegen.
Anita Kupsch und Achim Wolff verwandeln sich geschmeidig von zwei todgeweihten Senioren in ein fesches Liebespaar, dem die Herzen der Zuschauer ungebremst zufliegen.
Katja Oskamp, Berliner Zeitung, 04.09.2007
Im kleinen Ensemble behauptet sich Achim Wolff als Witwer Fernando durch einen Hechtsprung vom mit tausend Zipperlein beladenen Alten zum schwungvollen Liebhaber und Schwerenöter. Das hat Witz und kommt aus übermütiger Spielfreude.
Christoph Funke, Tagesspiegel, o6.09.2007
