Roter Hahn im Biberpelz

nach Gerhart Hauptmanns „Der Biberpelz“ und „Der rote Hahn“, eine Bearbeitung von Jan Liedtke und Philippe Besson

Wiederaufnahme am 5. Dezember 2015 in der Komödie am Kurfürstendamm

Spieldauer: 2 Stunden 50 Minuten, eine Pause

Die Vorstellungen am 3. + 4.12.2015 fallen leider aus. Die Wiederaufnahme beginnt erst am 5.12. Die beiden Termine werden aber an das Ende der Vorstellungsserie angehängt, so dass die Vorstellungserie erst am 3.1.2016 und nicht 31.12.2015 endet.

Die Waschfrau Wolff ist buchstäblich mit allen Wassern gewaschen und fest entschlossen, sich und ihre Familie zu Wohlstand zu bringen. Dafür sind ihr auch Diebstähle und kleine Gaunereien recht. Ihre Familie spannt sie geschickt für ihre Zwecke ein. Das Gewissen plagt sie dabei nicht, da ihre „Opfer“ stets wohlhabende Leute sind. So verschwindet zum Beispiel plötzlich auf unerklärliche Weise der nagelneue Biberpelz von Rentier Krüger ... Der Amtsvorsteher des Ortes, der selbstgefällige Baron von Wehrhahn, will für Ordnung sorgen und die Diebstähle aufklären, wird dabei aber mühelos von Frau Wolff hinters Licht geführt.

Zehn Jahre später: „Mutter Wolffen“ hat in zweiter Ehe den Schuhmachermeister Fielitz geheiratet. Aber sie hat noch mehr vor. Vom Dorfnachbarn Grabow hat sie sich abgeschaut, wie man die häuslichen Gegebenheiten kostengünstig aufpoliert: durch Brandstiftung und Versicherungsbetrug. Also geht an einem windigen Herbsttag ihr Haus tatsächlich in Flammen auf. Durch Frau Fielitz’ Manipulation fällt der Verdacht der Brandstiftung auf den Sohn des ehemaligen Gendarms Rauchhaupt, den geistig zurückgebliebenen Gustav. Wieder führt sie den Amtsvorsteher Wehrhahn hinters Licht.  

Die mit Witz und halbseidenen Mitteln nach Sicherheit strebende Frau Wolff aus dem „Biberpelz“ wird im „Roten Hahn“ zur gewissenlosen Kleinbürgerin.

Mit Respekt vor dem Original legen Jan Liedtke und Philippe Besson einen neuen Hauptmann vor: Durch geschicktes Verdichten und Ineinandergreifen beider Handlungsstränge gelingt es, die Rolle der „Mutter Wolffen“ mit ihrer ganz eigenen Definition von sozialer Gerechtigkeit in den Mittelpunkt zu stellen – eine Paraderolle für Katharina Thalbach!

Unter der Regie von Philippe Besson spielen Katharina Thalbach, Pierre Besson, Anna Thalbach, Nellie Thalbach, Roland Kuchenbuch, Julian Mehne, Jörg Seyer und erstmals auch Philippe Besson.

Regie

» Philippe Besson

Bühne

» Momme Röhrbein

Kostüm

» Gabriella Ausonio

Musik

» Emanuel Hauptmann

Video

» Maximilian Reich


Frau Wolff, Frau Fielitz

» Katharina Thalbach

Julius Wolff, von Wehrhahn

» Pierre Besson

Leontine, Frau Motes, Glasenapp

» Anna Thalbach

Adelheid, Gustav Rauchhaupt

» Nellie Thalbach

Motes, Doktor Fleischer, Langheinrich, Schmarowski

» Julian Mehne

Krüger, Rauchhaupt

» Roland Kuchenbuch

Wulkow, Anton Fielitz

» Jörg Seyer

Ede, Schulze, Mitteldorf

» Philippe Besson

Publikumsstimmen

Ein tolles Theaterstück mit tollen Schauspielern, mit Komik und Tragik. Echt und geistreich und dadurch mir soziologische Erkenntnisse bringend in Bezug auf die Frage "Wie konnte der Nationalsozialismus möglich werden?". Niemals langweilig. Leider war das Gros des Publikums nicht zu stehenden Ovationen bereit, was dann im Nachhinein auch die träge Applaus-Stimmung während der Vorstellung erklärte. Die Schauspieler haben mehr Begeisterung verdient!!! Mich hat Anna Thalbach als Glasenapp besonders fasziniert. Zum Schreien komisch und doch authentisch und glaubwürdig. Pierre Besson einfach ein wunderbarer und tragender Schauspieler in beiden Rollen. Katharina Thalbauch sowieso super. Die Leistung der Schauspieler war zu ermessen an der Leichtigkeit ihrer Darbietung, bei der n i e m a l s Langeweile aufkam.

29.12.2014 Theaterfan, 01.01.2015

Am Wochenende vom 07.02.-09.02.hatten wir uns ein schönes Wochenende in Berlin gemacht,darunter auch ein Theaterbesuch am Freitag "Roter Hahn im Biberpelz" Das gesamte Stück hat uns wunderbar gefallen, Fam.-Thalbach hat alles sehr schön rüber gebracht. Allerdings hätte ich den Hut mit dem roten Hahn auch noch auf dem Kopf von Frau Thalbach Senior gesehen. Mit freundlichen Gruß Fam. Runow aus Schwerin
Werner Runow, 16.02.2014

Als Bewunderin allem Klassischen, d.h. Aufführungen aus/ in ihrer Zeit, dergestalt wie Sprache - Dialekt, Kostüm, Maske, Requisit/en, war ich am Sonntag, 09.02.2014, voller Bewunderung und Begeisterung für die " Thalbach - Mädchen", ebenso für die Herren an ihrer Seite: Einfach umwerfend in ihrer inhaltlichen, sprachlichen sowie mimischen Komik! Dazu meinen besonderen Glückwunsch und ein "Weiter so!" auf den Berliner Bühnen!
Ich bin auch besonders berührt über die feinsinnige, naturalistische Thematik und deren Umsetzung auf der Bühne durch Gerhart Hauptmann, der uns als Zuschauer zugleich Gegenwärtiges in Dt. aufzeigt, was m.E. durch die Kunst der Darstellung des Ensembles sehr eindeutig erkennbar georden ist!
Leider, und das zum Abschluss,
während der " Kinderhymne" von Brecht/ Weill vernahm ich eine Reihe hinter mir: " Nur Klamotte, nichts Besonderes!", was mich allerdings zunächst aufregte, dann zum Nachdenken über " unsere" beiden ehemaligen deutschen, in der Welt anerkannten Staaten, nun, l e i d e r gemeinsamen, zum Nachdenken anregte und noch immer beschäftigt.
Auch die Kunst , wie vieles Andere auch, trennte die ehemaligen deutschen Staaten, die n i e m a n d sooo mehr wollte???!!!, die aber bereits mit dem Treffen Alliierten in Jalta und später mit dem Potsdamer Abkommen auch so manifestiert worden ist!
Das Alte alles zeigt sich immer wieder auch in der Kunst und Kultur, auch in den Besuchern der/ des Theater im Westen Berlins! So ist der Kalte Krieg nicht vergessen, er wird weiter geführt in den " alten Köpfen" des Westens, die meinen, Kunst und Kultur nahe zu sein, wenn man sich " in Schale wirft", um gesehen zu sein!
Nochmals meine Bewunderung für Katharina und Co.!

Ich freue mich auf ebnso weitere Aufführungen -danke!

Mit freundlichen Grüßen
B. Jürs
Bärbel Jürs, 11.02.2014

Es war total super, großes Kino und es hat "KLASSE" ! GRATULATION AN ALLE VOR ALLEM AN DIE FAMILIE!
Marco Wende, 09.02.2014

Aus dem Rheinischen angereist um dieses Stück anzuschauen. Grossartig, Boulevard Theater mit ernstem Hintergrund, hervoragend auf die Bühne gebracht. Drei Thalbachs auf der den Brettern, wann hat man das schon? Doch auch ein Lob an die männlichen Vertreter :-) Ein rundum gelungener Theaterabend für meine Begleitung und mich :-) Vielen Dank an das Ensemble :-)
K. , 03.02.2014

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