Der Ghetto Swinger

Aus dem Leben des Jazzmusikers Coco Schumann

ab dem 13. April 2016 im Theater am Kurfürstendamm

von Kai Ivo Baulitz

Regie: Gil Mehmert, Ausstattung: Beatrice von Bomhard
Komposition, Arrangements: Jens Fischer Rodrian
Musikalische Abendspielleitung: Karsten Schnack

bis 29. Mai 2016 im Theater im Kurfürstendamm

mit Helen Schneider, Konstantin Moreth, Robin Brosch/Peter Imig, Christoph Tomanek, Christoph Kähler, Karsten Schnack, Jonathan Wolters

Die Geschichte um Coco Schumann nimmt uns mit auf eine Reise in das Berlin der 30er-Jahre. In den Kneipen wird Swing und Jazz gespielt und der junge Coco, Sohn einer jüdischen Mutter, ist fasziniert von der Musik. Schon früh gerät er in die Szene der verbotenen „Swing-Kids“, Jugendliche, die den Jazz als anarchische Ausdrucksform gegen die Unkultur der Nazis stellten. Und plötzlich befindet Coco sich in Theresienstadt wieder. Dort wird er Mitglied der „Ghetto-Swingers“. In Auschwitz spielt er zur Unterhaltung der Lagerältesten und SS um sein Leben, in Dachau begleitet er mit letzter Kraft den Abgesang auf das Regime. Ein perfides Spiel, denn auf einmal wird die Musik für ihn die Möglichkeit das Konzentrationslager zu überleben.

Chuzpe, Glück, Zufälle, die Musik oder ein Schutzengel? Vielleicht hatte Coco Schumann von allem etwas. Als er zum Kriegsende wieder in Berlin landet, steht er plötzlich in einem improvisierten Lokal im Kreis der alten Kollegen, die längst wieder Musik machen, und er nimmt ein Instrument und beginnt ebenfalls zu spielen…

Eine Produktion der Hamburger Kammerspiele in Zusammenarbeit mit dem Theater am Kurfürstendamm

Publikumsstimmen

Den Darstellern allerhöchstes Lob. Ich habe bis auf heute noch nie im Theater Tränen vergossen. Die Stimmung war so realistisch und beklemmend, dass es teilweise körperlich spürbar war. Zum Glück habe ich Helen Schneider vor ein paar Tagen im Frühstücksfernsehen erlebt und bin neugierig geworden. Was für eine großartige Frau. Nochmals vielen Dank Frau Schneider, sowie allen anderen Darstellern. Ich werde mit meiner Familie die Vorstellung ein zweites Mal besuchen.
Amelie Müller 08.05.16

Amelie Müller, 08.05.2016

Congratulations!
Mich hat die Vorstellung voll überzeugt und sehr bewegt. Bin selber (jetzt fast ehemaliger) Jazzbassist und durfte ein paar mal mit Coco persönlich spielen. Ich finde, die Darsteller bringen seine Leben, wie er es in seinem Buch geschildert hat, sehr einfühlsam 'rüber. Als Bassist möchte ich insbesondere Robin Brosch hervorheben, der sowohl den Bass also auch die Rolle exzellent gespielt hat. Seine Ausstrahlung (ob Musikfreude oder KZ-Entsetzen) werde ich so schnell nicht vergessen.
Aber alle waren toll. Helen Schneider war der Vielseitigkeit ihrer Rolle in allen Belangen gut gewachsen.
Vielen Dank auch an die gesamte Crew.

Bob Culverhouse

Bob Culverhouse, 02.05.2016