Chuzpe

von Lily Brett│mit Ulrike Folkerts, Joachim Bliese u. a.

Premiere am 23. November 2016 im Theater am Kurfürstendamm

für die Bühne bearbeitet von Dieter Berner

Regie: Henning Bock
Ausstattung: Martin Fischer
Komposition: Deborah Wargon

mit Ulrike Folkerts, Joachim Bliese, Angelika Bartsch, Monika Häckermann, Meike Harten und Rabea Lübbe

Vorstellungen bis 22. Dezember 2016
Spieldauer: ca. 2 Stunden, eine Pause

Chuzpe* ist ein Begriff aus dem Hebräischen (chuzpá). Von Chuzpe ist immer dann die Rede, wenn eine unglaubliche Dreistigkeit oder Frechheit begangen wird. Man kann sie aber auch durchaus positiv als kühne und gewitzte Eigenart bewerten. Edek, eine von Lily Bretts Hauptfiguren im Stück, hat genau diese Chupze, diese charmante, entwaffnende Frechheit, der man einfach erliegen muss.
Ruth führt ein wohlgeordnetes Leben in New York. Das ändert sich schlagartig, als ihr Vater Edek aus Melbourne zu ihr zieht, denn er hat nicht vor, einen ruhigen Lebensabend zu verbringen. Im Gegenteil: Zuerst versucht er, sich in Ruths Büro nützlich zu machen und richtet dabei heilloses Chaos an. Wenig später beginnt er ein Verhältnis mit der, wie Ruth findet, viel zu jungen Zofia. Damit nicht genug: Zusammen mit ihr will Edek zum Entsetzen seiner Tochter ein „Klopse“-Restaurant eröffnen.
„Chuzpe“ ist ein sprühender Roman über Väter und Töchter, polnische Küche und New Yorker Neurosen; eine Geschichte ernster Irrungen und komischer Wirrungen, erzählt mit genau der Mischung aus Witz, Wärme und Verstand, die Lily Bretts Stimme so unverwechselbar macht. Es ist ein Stück, das zu Herzen geht, mit – so viel sei verraten – märchenhaftem Happyend, das Lust auf mehr Chuzpe* im Leben macht.
Die Uraufführung der Bühnenfassung fand 2012 in den Kammerspielen der Josefstadt in Wien statt.
* Das „ch“ wird ausgesprochen wie im Wort „lachen”, der Rest des Wortes folgt der deutschen Aussprache, wobei das u kurz und das z wie ein tz ausgesprochen wird. Die Betonung liegt auf der ersten Silbe.

Eine Produktion der Hamburger Kammerspiele in Zusammenarbeit mit dem Theater am Kurfürstendamm