Anderthalb Stunden zu...

Anderthalb Stunden zu spät

von Gérald Sibleyras, in Zusammenarbeit mit Jean Dell, Deutsch von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler

Wiederaufnahme bis 28. Juni 2015 in der Komödie am Kurfürstendamm

Spieldauer: 2 Stunden inkl. Pause

Pierre und Laurence – seit über 20 Jahren verheiratet – sind zum Abendessen bei Freunden eingeladen. Pierre wartet schon seit einer Viertelstunde darauf, dass seine Frau endlich fertig wird. Doch im letzten Moment beschließt sie, dass sie keine Lust mehr hat, mitzukommen. Denn sie will endlich mal reden: Über sich, über ihn, über ihre Kinder, über ihre Beziehung.
Aber vor allem möchte Laurence über die vielen gemeinsamen Jahre reden und das, was vor ihnen liegt – der Ruhestand!

Auf sehr humorvolle Weise sezieren die Autoren die Wünsche und Nöte dieses liebenswerten Paares. Je länger das Gespräch dauert, desto bewegender wird es und es wird deutlich: Hier sind zwei, die sich – trotz aller Gegensätze – immer noch viel zu sagen haben und sich sehr lieben. Und so kommen sie letztendlich viel zu spät: Anderthalb Stunden.

Auf der Bühne stehen Herbert Herrmann und Nora von Collande.

Publikumsstimmen

"Anderthalb Stunden zu spät" ist ein freches, lustiges, durchaus auch nachdenkliches, interessantes, lebensnahes und kompaktes Stück.
In diesem Stück findet jede Thematik mit der sich Ehepaare irgendwann im Laufe ihres Zusammenseins einmal konfrontiert sehen können seinen Platz. Daher kann sich gewiss jeder im Publikum einmal mit Pierre und Laurence identifizieren. Die Dialoge der Protagonisten sind spritzig, pointenreich, lustig oder nachdenklich, aber bestimmt nie langweilig, enden sie doch sogar einmal im totalen Chaos!
Wuderbar ist das Schauspiel (Mimik, Gestik, Timing, Bewegung) von Herbert Herrmann und Nora von Collande. Die Tatsache, mit welcher Spielfreude, Energie und Leidenschaft die beiden Pierre und Laurence Leben einhauchen und sie über die Bühne springen, tanzen, wüten... lassen, ist ein Geschenk an das Publikum!
Abgerundet wird das tolle Stück mit den wunderschönen Kostümen und dem genialen Bühnenbild.

Also: Hingehen lohnt sich!

Claudia Preusser, 01.10.2014