Ezard Haußmann

siedelte 1956 mit seinen Eltern in die ehemalige DDR, wo er 1958 sein Diplom an der Schauspielschule Ernst Busch ablegte. Er spielte zunächst in Wittenberg, Stendal, Quedlinburg sowie Wismar. Es folgte ein siebenjähriges Engagement am Deutschen Theater, anschließend war die Volksbühne für 22 Jahre sein künstlerisches Zuhause. Als er 1968 aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings einen Kranz zur tschechischen Botschaft trug, verhängte die DDR-Regierung eine 14-monatige Haftstrafe gegen ihn und erteilte ihm ein zehnjähriges Berufsverbot.

Nach der Wende war er am Berliner Schillertheater, dem Wiener Burgtheater, dem Schauspielhaus Bochum und dem Berliner Schlosspark-Theater als festes Ensemblemitglied engagiert. Zudem hatte er Gastverträge an der Schaubühne Berlin, am Theater am Kurfürstendamm, Thalia Theater, Rémond-Theater, Stadttheater Basel und Berliner Ensemble.

Seit 2006 steht er als Großschatzmeister Wilhelm Cecil in Luk Percevals Inszenierung „Maria Stuart“ in der Schaubühne am Lehniner Platz auf der Bühne.

Bereits 1991, 1992 und 1993 brillierte er als Hauptdarsteller in den von Brigitte Grothum jährlich inszenierten „Berliner Jedermann-Festspielen“. Im Jahr 2007 spielte er den Teufel, den bereits 1992 sein Sohn Leander gab.

Für ihn stand er in „Sonnenallee“ und „NVA“ vor der Kamera. Zahlreiche andere Regisseure wie Werner Masten oder Eoin Moore engagierten ihn für ihre Produktionen. 1990 und 1991 erhielt Ezard Haußmann den Goldenen Vorhang als beliebtester Schauspieler Berlins. Zudem wurde ihm der Verdienstorden des Landes Berlin und die Silberne Ehrennadel des Schauspielhauses Bochum verliehen. 1991 ehrte ihn der Arbeitskreis Christlicher Publizisten (ACP).

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